Pritschenwagen – ein praktischer Lastesel

PritschenwagenFür viele Menschen ist der Pritschenwagen unter einem ganz anderen Begriff bekannt. Die einen nennen ihn „Transportwagen“, die anderen „Plattformwagen“. Auch als Handwagen ist er bekannt. Gemeint ist in allen vier Fällen der kleine Trolley, mit dem im Lager, in Werkstätten unterschiedlicher Art, im Bürogebäude oder in der Fabrikhalle kleine Lasten transportiert werden können. Er ist in verschiedenen Variationen denkbar: als reiner Plattformwagen, als Kastenwagen, als Gitterwagen. Wie genau er im Einzelfall aussieht, wird vom Zweck seiner Anschaffung bestimmt. Jeder, der sich einen Pritschenwagen anschafft, möchte nur das eine: Seine Waren, seine Ablage, seine Muster oder was auch immer sicher innerhalb des Gebäudes transportieren. Denn in einem Punkt sind sich wohl alle Besitzer eines Pritschenwagens einig – er soll dem Mitarbeiter den Transport erleichtern.

Wie ist der Pritschenwagen aufgebaut?

Der Aufbau ist für gewöhnlich tatsächlich sehr einfach gehalten. Die Ladefläche wird von einem Stahlrahmen gehalten, an dem sich auch der Griff zum Schieben befindet. An diesem Rahmen befinden sich vier Reifen / Räder, die meist aus Vollgummi gefertigt sind. Dies gibt dem Gefährt eine größere Stabilität. Je nach Einsatzgrund ist noch ein Kasten oder eine Gitterbox auf dem Rahmen befestigt. Die Variationsmöglichkeiten sind diesbezüglich recht groß.

Wie groß ist die Traglast eines Pritschenwagens?

Damit die Größe des Wagens nicht überhandnimmt, ist das maximale Gewicht bei den meisten Modellen, die aus Aluminium gefertigt sind, auf einhundertfünfzig Kilogramm beschränkt. Auf diese Weise kann der Mitarbeiter den Wagen noch leicht ohne zusätzliche Unterstützung ziehen bzw. schieben. Auch kleine Unebenheiten, wie etwa eine leicht erhöhte Türschwelle, stellen auf diese Weise kein Problem dar. Selbstverständlich sind die Wagen, die in der Fertigung verwendet werden und aus Stahl gefertigt sind, stabiler und somit auch für eine größere Last ausgelegt. Doch auch sie sollten nicht über dreihundertfünfzig Kilogramm belastet werden.

Es sollte angemerkt werden, dass insbesondere die Räder / Reifen nicht für ein höheres Gewicht ausgelegt sind. Ihre Lebensdauer würde sich bei andauernder Überladung schnell verringern.

Das Eigengewicht

Bedenken Sie beim Kauf, dass auch das Eigengewicht für den Transport berechnet werden muss. So zieht man nicht 150kg oder 350kg, sondern muss beim Stahlmodell stolze 16kg hinzurechnen. Beim Aluminiummodell sind es immerhin noch knapp 7kg Eigengewicht, die auch bewegt werden wollen.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass das Gewicht gezogen werden will. Vielmehr spielt das Gewicht für die Bereifung eine große Rolle. Denn die Reifen können mitunter ein wenig unwirsch auf das Übergewicht reagieren und ins Stocken kommen. Nicht immer fällt es dann leicht, den Wagen mit den kleinen Rädern wieder in Gang zu bringen.

Der Schiebegriff

Es sollte nicht verheimlicht werden, dass die Pritschenwagen für mittelgroße Menschen konzipiert wurden. Sehr große Menschen werden vermutlich anmerken, dass der Schiebegriff recht niedrig angebracht ist.

Im Normalfall wurden Rahmen und Griff in einem Stück gegossen oder entsprechend zusammengeschraubt. Mitunter hat der Hersteller den Griff polstern lassen, sodass es angenehmer ist, ihn anzufassen. Insbesondere in unbeheizten Werkshallen kann es sonst bei winterlichen Temperaturen recht unangenehm werden, wenn man trotz Handschuh am Metall festhängt.

Sicherlich wäre eine höhenverstellbare Schiebestange wünschenswert. Jedoch würde dies die Stabilität des Plattformwagens stören. Daher ist diese übliche Konstruktion sehr sinnvoll. Dennoch haben sich einige Hersteller für zusammenklappbare Pritschenwagen entschieden. Sicherlich haben auch sie ihre Berechtigung, denn sie können für einen Lieferanten einen großen Vorteil darstellen. Zusammengeklappt kann der kleine Transportwagen in (fast) jedem Kofferraum oder einer LKW-Ladefläche verstaut werden, sodass man immer gut gerüstet ist. Somit ist nicht nur im Transportwesen eine weitere Hürde genommen worden, sondern auch für private Umzüge eignet sich dieses Modell hervorragend. Dennoch sollte gerade bei diesen Modellen darauf geachtet werden, dass das maximale Gewicht nicht überschritten wird. Der Klappgriff ist nicht so belastbar wie die fest gegossenen. Wer aber auf das Ladegewicht achtet, wird keinerlei Probleme zu verzeichnen haben.

Die Bereifung

Die Reifen sind meist aus Vollgummi oder Hartkunststoff hergestellt, wenn es sich um Pritschenwagen mit einem maximalen Gewicht von 150kg handelt. Sicherlich können sie auch bei den „Schwertransportern“ aus diesen Materialien hergestellt werden. Doch sollte, wenn das Ladegewicht sich erhöht, darauf geachtet werden, dass es sich um große Reifen handelt. Je kleiner sie sind, desto niedriger ist auch die Traglast zu halten.

Neben diesen Optionen können auf reguläre, luftbefüllte Reifen verwendet werden. Gerade bei größeren Lasten ist dies ein Vorteil, denn der luftbefüllte Reifen besitzt eine natürliche Federung, die sich durch die Luft ergibt. Die anderen Reifen, also aus Hartkunststoff oder Vollgummi, federn nicht. Und ein Federungsmechanismus ist auch nicht eingebaut bzw. eingeplant. So kann es, je nach „Fracht“, ein großer Vorteil sein, die natürliche Federung des luftbefüllten Reifens ausnutzen zu können.

Achten Sie stets auf die Größe der Bereifung. Je ebener die zu bewältigenden Wege sind, desto kleiner können die Reifen sein. Doch schon uneben gelegte Fliesen in der Werkstatt oder den Büroräumen kann bei den kleinen Reifen zu Problemen führen. Zudem sollten sie nicht zu schmal sein, da sie sonst an Stabilität verlieren.

Was ist noch beachtenswert?

Achten Sie darauf, dass eine Feststellbremse, möglichst einhändig bedienbar, vorhanden ist. Sicherlich ist sie in einer ebenerdigen Büro- oder Werkstattlandschaft nicht zwingend notwendig. Dennoch ist es stets ein beruhigedes Gefühl, wenn der Wagen gebremst „geparkt“ werden kann. Zudem wird auf diese Weise verhindert, dass er sich beim Entladen von etwas Schwerem dreht. Potentiellen Verletzungen kann so vorgebeugt werden.

Die Antirutschmatte – ein notwendiges und sehr praktisches Übel. Wir alle kennen diese Kartons, die einfach nicht auf dem Wägelchen zu halten sind. Sie machen sich, trotz sorgfältigen Packens, immer wieder selbstständig. Die Antirutschmatte kann dies verhindern. Ganz besonders bei Strecken, die über einen etwas unebenen Abschnitt führen, ist sie von besonderer Wichtigkeit.

Der gummierte Kantenschutz ist ein Kann, kein Muss. Doch ist es immer von Vorteil, wenn die Kanten geschützt sind, nicht wahr?

Umrüstbar ist für viele ein Zauberwort, das wortwörtlich die Türen öffnet. Oftmals besteht nicht nur die Notwendigkeit, Kartons und größere Gegenstände zu transportieren. Gerne wird der Pritschenwagen auch Einsammeln von Wäsche oder anderer loser Ware eingesetzt. In diesem Fall müsste er mit einer nachrüstbaren Gitterbox oder einer festen Kiste versehen werden. Diese Modelle können auch bereits derart aufgerüstet erstanden werden. Wer zwischen den Modellen wechseln möchte, ist angehalten, ein passendes Modell zum Nachrüsten zu finden. Sie sind nicht üblich. Die Preise für die Pritschenwagen sind nicht so hoch, dass es nicht möglich wäre, von jeder Variante ein Modell zu erstehen. Stellt sich nur die Frage, ob auch ausreichend Platz vorhanden ist, um sie zu lagern, wenn sie nicht gerade in Gebrauch sind.

Die Wahl zu treffen ist nicht einfach. Damit man sich davon überzeugen kann, dass das gewünschte Modell auch tatsächlich den persönlichen Anforderungen entspricht, wäre es sinnvoll, es beladen wie auch unbeladen auszuprobieren. Dies ist bei einer Online-Bestellung nur bedingt möglich. Beim Baumarkt könnte es, natürlich nach Absprache mit den Baumarkt-Mitarbeitern, mit einem leichten wie auch einem schweren Gewicht ausprobiert werden. Wie auch mit anderen Transportgefährten stimmt die Vorstellung, wie einfach sie sich bewegen lassen, nicht immer mit der Realität überein. Deshalb ist es von Vorteil, sie auszuprobieren, sie auf Herz und Nieren zu prüfen, bevor man den Kauf abschließt.